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20Goßfelden: Otto - Ubbelohde - Garten
 

 

Blumen
im Otto-Ubbelohde-Garten
Goßfelden

Die Gärten rund um das Otto-Ubbelohde-Haus wurden nach einer Bestandsaufnahme im Jahr 1997 in ihrer ursprünglichen Form wieder angelegt und.ergänzt. Die kleine Pappelallee entlang dem roten Graben nördlich vom so genannten Bienengarten wurde neu gepflanzt; der Bienengarten erhielt wieder seine fünf Pappelbäume zurück. Im Wegkreuz des so genannten Gemüsegartens wurde eine Goldparmäne gesetzt. Der Gemüseanbau dort wurde weitgehend aufgegeben und es wurden dafür Apfelbäume gepflanzt. Die Pflegemaßnahmen beschränkten sich seither hauptsächlich auf den Heckenschnitt und das Mähen der Grünflächen.

Im Frühjahr 2011 wurde im ehemaligen Gemüsegarten der Familie Ubbelohde begonnen, die vier langen Staudenrabatten in ihrer ursprünglichen Breite von 1,60 m wieder herzustellen und neu zu bepflanzen. Neugestaltung und Pflege finden überwiegend ehrenamtlich statt, so dass es noch einige Zeit dauern wird, bis alle Rabatten entsprechend den Planungen fertig gestellt sind. Zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst) finden Aktionstage mit allgemeinen Grab-, Schnitt- und Aufräumarbeiten statt.

Zu Beginn der Arbeiten war in den Rabatten nur wenig von der ursprünglichen Bepflanzung übrig - einige Pfingstrosen, Türkenmohn, blaue Lupinen, Herbstastern und hoher Sonnenhut zwischen übermächtig gewordenen Goldruten- und Goldfelberichhorsten. Da keine Pflanzpläne aus der Zeit der Anlage des Gartens vorhanden sind, orientiert sich die Auswahl der Pflanzen an der Erinnerung der langjährigen Bewohner, aber auch an zeitgenössischen Gärten wie etwa Liebermanns Garten in Berlin-Wannsee, dem Förster-Garten in Potsdam-Bornim und dem Nolde-Garten in Seebüll. Eine historisch "genaue" Wiederherstellung der Rabatten mit den damals verfügbaren Pflanzen ist weder möglich noch im Hinblick auf das "lebendige" Gartendenkmal sinnvoll.

Das Jahr im Blumengarten beginnt mit dem Gelb der breiten Narzissenbänder entlang den Rabatten. Sie wurden im Oktober 2012 durch Pflanzung von 5o Kilo Narzissenzwiebeln ergänzt. Die Farben in den Beeten wechseln im Lauf der Jahreszeiten von überwiegend Rosa - Blau und Weiß im Frühsommer auf Gelb - Orange - Rot und Dunkelblau im Spätsommer. Wir legen Wert auf eine große Anzahl einfach blühender, also insektenfreundlicher Blumen. Der Boden - leichter, durchlässiger Sandboden des Lahnvorlandes - ist günstig für viele Stauden, mit der Ausnahme von Phlox, der viel Wasser braucht. Zu den Pflanzen in den langen Rabatten gehören blauer und weißer Ritter- sporn, Schafgarbe in Rosa und Gelb, verschiedene Sorten Salbei, Katzenminze, Stockrosen, Taglilien, Fingerhut, Königskerzen, Pfingstrosen, Lupinen, Agastache, Staudenclematis, Storchschnabel, Herbstastern, Frauenmantel und Gewürztagetes, Iris, Dahlien, Sonnenhut und Sonnenbraut.

 

 


 
Jedes Frühjahr wird eine kleine Fläche an der Hecke mit der "Mössinger Mischung" aus bunten, einjährigen Sommerblumen eingesät.

An der wiederhergestellten Rosenpergola werden sich in den kommenden Jahren wie früher die Kletterrose "New Dawn", aber auch andere Rosen ranken.

Die ehemaligen Rosenrabatten (gegenüber der Pergola) befinden sich gegenwärtig in einer Regenerationsphase. Die Rosensträucher (weiße Rugosarosen der Sorte "Schneelicht") waren durch Bodenmüdigkeit sehr beeinträchtigt und mussten entfernt werden. In der nächsten Zeit sollen entsprechende Pflanzen für die Belebung und Erholung des Bodens sorgen, bevor erneut an eine Rosenpflanzung an dieser Stelle gedacht werden kann.

Finanzen: Die Otto-Ubbelohde-Stiftung hat uns ein kleines Start-Budget für die Beschaffung von Pflanzen genehmigt. Die meisten Pflanzen werden allerdings in Eigenarbeit herangezogen und vermehrt. Wir wünschen uns aber noch Mittel für die Anschaffung von weiteren Pflanzen sowie Staudenstützen für Dahlien und hohe Prachtstauden.

Das ehrenamtliche "Netzwerk" für den Blumengarten besteht zurzeit aus fünf Frauen, die sich das Jahr über um Pflanzung und Pflege der Rabatten kümmern. An den Aktionstagen kommt eine wechselnde Zahl von Helfern dazu. Weitere Helfer werden benötigt und sind hoch willkommen!

Der Garten ist für Besucher jederzeit zugänglich.
Das Otto-Ubbelohde-Haus ist samstags und sonntags von 11.00 Uhr bis 17.00 geöffnet.

 

 

Fotos: B. Seitz

 

 

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